Google Penalty – Wenn es schief läuft
Im Bereich Suchmaschinenoptimierung kann man ja viel nachlesen und es gibt zahlreiche gute Tipps und Tricks, wie man das Ranking einer Internetseite verbessern kann. Spricht man einige Leute auf den Bereich SEO an oder schaut sich in einigen Foren um, so ist der Bereich Linkbuilding anscheinend für viele der wichtigste. Manche betreiben dies in einer extremen Form und setzen innerhalb von kurzer Zeit Backlinks zur eigenen Internetseite.
Bedeutung
Spricht man von Penalty, so spricht man von einer Bestrafung. Man hat also etwas gemacht für das man von einer Suchmaschine Google bestraft wird. Dies kann für viele Internetseiten fatale Folgen haben, da z.B. ein Online Shop auf ein gutes Ranking und auf die daraus resultierenden Besucher angewiesen ist. Eine Abstrafung kann daher auch der Untergang der Internetseite sein, wenn man es mal sehr extrem betrachtet. Ein Klassiker ist hier die Degradierung der jeweiligen Domain zu einem bestimmten Keyword in den Suchergebnissen um 40, 50 oder sogar bis zu 950 Plätzer nach hinten ! Sind wir mal ehrlich, viele User schauen nicht einmal auf Seite 2 der SERPs nach. Wir wollen daher mal paar Möglichkeiten durchgehen, wie es zu einem Penalty kommen kann.
PageRank Abstufung
Es soll ja Leute geben die vom PageRank nichts halten. Wir nehmen hier mal ein Beispiel und dank Pingback kommt eventuell auch ein Kommentar. Martin Mißfeldt hat sich in diesem Artikel noch “lustig” gemacht über die Herabsetzung des PageRank von einem Blog. Hier ging es um seo-united.de die Ihren Blog anschließend verkaufen wollten ( siehe Artikel : PR weg – Blog weg ). Nun konnte ich in einem anderen Artikel von Martin ( ich nehme mir mal die Freiheit Ihn Martin zu nennen ) lesen, dass er seinen Blog auf nofollow setzt wegen der Abstufung bei seo-united.de. Nun gut, anscheinend scheint der PR immer noch etwas zum angeben zu sein. Positiv ist aber, dass das Ranking davon nicht betroffen ist.
Keyword Abstufung
Nun wird es etwas böse ! Eine Abstufung der eigenen Internetseite zu einem oder mehreren Keywords kann fatale Folgen haben. Ist aber noch zu verkraften zu den anderen Strafen die Google für einen bereithält.
Seiten-Zurückstufung
Im Vergleich zu der Keyword Abstufung wird bei dieser Strafe die ganze Seite zu allen Keywords nach hinten verschoben. Problematisch hier ist, dass nun kein Keyword mehr ein gutes Ranking hat und so eventuell auch der Untergang vom Unternehmen beschlossene Sache ist. Wenn man dies merkt, so sollte man eventuell auf SEM ausweichen um wenigsten einige Kunden zu haben. Alternativen wären hier “pay per sale”. Bei dieser Penalty kann es sehr lange dauern, bis das alte Ranking wiederhergestellt ist.
Delisting
Good bye Google Index ! Dies ist das schlimmste was einem SEO passieren kann. Er betreut eine Internetseite und diese wird aus dem Google Index gelöscht. Diese Strafe wird nicht oft ausgesprochen, ist aber der worst case. Mir persönlich ist dies noch nie passiert. Ich würde auch nicht damit “angeben”, dass ich in diesem Bereich Erfahrung habe. Ist ja wie ein Arzt der vor der Herz – OP sagt, er hätte sehr viel Erfahrung mit einem Herzstillstand und dem dahinscheiden des Patienten. Ich würde aufstehen und gehen. Ich denke aber, es wird sicherlich einige geben die sich damit beschäftigt haben und auch etwas retten können. Google wird übrigens eine solche Strafe begründen. Ich habe auch schon an einigen Stellen gelesen und gehört, dass sogar alle Domains von einer IP oder aus einem IP Bereich gelöscht wurden. Kann ich mir persönlich nicht vorstellen, möchte es hier aber trotzdem einmal erwähnt haben.
Was tun bei : Delisting
Erstmal muss man natürlich bemerken, dass eine Seite gelöscht wurde. Dies kann man z.B. machen, wenn man Google Analytics nutzt oder die Umsätze einfach stark absinken. Prüfen kann man dies relativ einfach. So muss man in der Eingabemaske von Google folgendes eingeben :
site:domain.tld
Kommt es zu keinen Ergebnissen, so wurde die Seite sehr wahrscheinlich gelöscht. Ich gehe hier natürlich davon aus, dass die Seite bereits im Index etc. war. Möchte man die Seite retten, so hilft nur ein Reinclusion-Request bei Google. Hier hilft auch kein Lügen oder ähnliches. Man sollte den/die Fehler beheben und ehrlich sein. Wenn man (viel) Glück hat, wird die Seite wieder in den Index aufgenommen und man wird in Zukunft sehr vorsichtig sein.
Was tun bei : Keyword und Seiten Abstufung
Hier gilt auch, dass man dies erstmal erkennen muss. Viele kennen aber nicht das aktuelle Ranking zu einem bestimmten Keyword. Somit wird es problematisch sein, dieses Bestrafung zu erkennen. Sollte man sich im Bereich SEO nicht auskennen und die Seite auf eigene Faust optimieren, so sollte man sich auch mit dem Ranking der Keywords beschäftigen bzw. diese protokollieren. Eine solche Strafe kann man z.B. erhalten, wenn man zu extrem im Bereich Webkataloge und/oder Artikelverzeichnisse ist. Quasi auf Seiten, wo man schnell mal paar Links erhalten kann.
Was tun bei : PageRank Herabsetzung
Wer seinen PageRank retten möchte, muss hier den Fehler beheben und einen Reinclusion-Request Antrag stellen. Wenn man glaubwürdig ist und die Fehler behoben hat, wird man mit etwas Glück seinen alten PR wieder erhalten.
Fazit
Meistens bekommt man eine Strafe, wenn man etwas falsch gemacht hat. Einige kennen sicherlich das Problem die Anforderung, dass Kunden schnell Ergebnisse sehen möchten. Man bezahlt ja den SEO und er soll dann auch was machen. Hier sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen. Wenn es zu einer Strafe kommt, muss man den Mist ausbaden und das kann auch mal teuer werden. Eine Linkstruktur wächst langsam an und sollte natürlich wirken. Daher immer im Auge behalten, wie ein User die Seite sieht und eventuell verlinkt. Ganz wichtig ist, dass man keine Links verkauft. Wie man damit umgeht, überlasse ich jedem selber ….
Weitere Quellen :
- Google Penalty – die 3 wichtigsten Arten
- Google Penalty
- Google Penalty unter der Lupe
- Google-Penalty durch Russen- und Polenlinks?
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